Wanderung entlang der Klippen des Okertals (Harz)

Klippentraum Okertal

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(mehr Bilder finden Sie weiter unten auf dieser Seite im Rahmen einer „Fotostrecke“)

Winterliche Schneepracht zaubert nicht nur den Skifahrern unter den Outdoor-Fans sondern auch vielen Wanderfreunden ein Strahlen aufs Gesicht. Hier eine Tourempfehlung von uns für all jene, die sowohl auf weiße Winterlandschaft als auch auf Felsen stehen: eine elf Kilometer lange Klippen-Tour der Extraklasse!

In den Harz möchten wir Euch diesmal entführen und zwar ins zauberhafte Tal der Oker bzw. auf die Felsen darüber. Warum unsere Beurteilung für diese Strecke extrem ambivalent ausfiel und welche Optimierungsvorschläge wir für Euch haben, dazu mehr in der Detail-Bewertung und der Fotostrecke.


Länge

11 km


Landschaft

Überwiegend bewaldete Berge mit urigen Klippen und Felsblöcken sowie mehrfach grandiosem Ausblick, Bachläufen und spektakulärem Wasserfall.


Streckenführung

Zu Beginn und am Ende wenige Meter in Ortslage, überwiegend mehr oder minder breite idyllische Waldwege, abenteuerliche Klippenpfade (teilweise über Planken), stellenweise sehr steile Auf- und Abstiege.

Negativ: Der Abschnitt zwischen dem Anwesen des Hotel/ Restaurants „Königreich Romkerhall“ und „Adlerklippe“ führt parallel zur Bundesstraße, z. T. sogar direkt neben der Leitplanke, an der Oker entlang, wobei man extrem hässliche Industrieanlagen passiert. Siehe unter Tipps unseren Vorschlag für eine Alternativroute auf dem Rückweg!


Streckenzustand

Unterschiedlich: Bis zum „Königreich Romkerhall“ und dann auch wieder auf den „Adlerklippen“ gut in Schuss und überwiegend sauber. Dazwischen im Bereich der Bundesstraße allerdings nicht nur hässlich, sondern auch stark verschmutzt und eigentlich nicht als Wanderweg, sondern mehr als „provisorischer Trampelpfad neben Leitplanke“ zu bezeichnen.

Es gibt keine spezielle Beschilderung für diesen Rundweg, so dass man auf Wanderkarte oder GPS-System angewiesen ist.

Rastmöglichkeiten oder auch nur einfache Bänke sind an der gesamten Strecke relativ rar. An den „Kästeklippen“ gibt es eine Gaststätte.

Im Winter ist der erste Teil der Tour oberhalb der Schneegrenze teilweise sehr schwer zu laufen, weil die Wege und Planken nicht nur schneebedeckt sondern auch stark vereist sein können! (Siehe Equipment!)


Schwierigkeitsgrad

Aufgrund der Beschaffenheit der Strecke mit ihren Steigungen und Schmalstellen konditionell und technisch im Winter bei Schnee/ Eis und großer Kälte schon recht anspruchsvoll, bei milden Temperaturen und Trockenheit nur mittelschwer.

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind notwendig, um die Tour komplett laufen und genießen zu können.


Erforderliches Equipment

Bei trockenem Wetter empfehlen wir knöchelhohe Wanderschuhe.

Im Winter bei Schnee und Sonnenschein zusätzlich Grödel (!), Stock und Sonnenbrille. Bei Tiefschnee Gamaschen nicht vergessen!

Starke Sonneneinstrahlung auf dem Gipfel, deshalb Kopfbedeckung und Sonnencreme im Sommer und Winter sinnvoll.


Familientauglichkeit

Nur mit größeren Kindern gegeben, da die Tour für die meisten jüngeren Kinder wohl zu lang sein dürfte und sich der Weg für Buggys ebenfalls nicht eignet. Wir würden auch davon abraten, sich mit Baby-Tragegestell auf die teilweise sehr steilen und schwer gehbaren Pfade zu begeben.


Wandern mit Hund

Ein kräftiges, gesundes Tier dürfte Gefallen an der Tour finden, wenn man bereit und kräftemäßig in der Lage ist, ausreichend Wasser mitzuführen.


Tipps

Im Stadtteil Oker gibt es ausreichend kostenlose Parkmöglichkeiten, die wir dem nicht sehr vertrauenserweckend wirkenden sogenannten Wanderparkplatz am Hotel „Waldhaus“ vorgezogen haben.

Auch, wenn die Tour dadurch wesentlich schwieriger wird, würden wir auf jeden Fall mal zu einem (zusätzlichen) Besuch der Klippen bei Schnee raten, denn gerade mit der weißen Pracht sind sie unvergleichlich schön.

Dringend raten wir davon ab, die Tour in umgekehrter Richtung zu laufen, denn der extrem steile Aufstieg neben dem Wasserfall ist eine Tortour, wie wir an uns entgegenkommenden Wanderern erleben durften.

Klettern in Maßen möglich: Auf der „Feigenbaumklippe“ haben wir trainierende Freeclimber getroffen.

Höhe: Eigentlich logisch, aber noch einmal ganz deutlich: Wer unter Höhenangst leidet, sollte keine Klippenwanderung machen, denn die Kraxelei auf und der Blick von den exponierten Felskanten ist gerade das Herrliche an dieser Tour.

Wichtig: keine spezielle Ausschilderung, daher Wanderkarte oder GPS-System nicht vergessen!

Unser wichtigster Rat: Nicht an der Oker zurücklaufen, sondern etwa in Höhe des Wasserfalls auf einer Wald-Route unterhalb der Klippen entlang. Die „Adlerklippen“ sind auf diese Weise zwar erst einmal nicht inbegriffen, aber man kann sie vor- oder hinterher mit dem Auto ansteuern und innerhalb weniger Minuten von einem extra Parkplatz aus erreichen. Separat sind sie auch ein schönes, interessantes Ausflugsziel für Familien mit größeren Kindern, die Spaß an der Kraxelei über die Felsen haben.


Foto-Streckenbeschreibung

(Bilder bitte anklicken, um sie im Großformat zu betrachten)

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Nach nur wenigen Metern in Ortslage begibt sich der Wanderer auf einen mäßig steilen, breiten Aufstiegsweg, der nach einer Walddurchquerung bereits einige schöne Ausblicke in die Landschaft gewährt.
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Der Blick fällt auf gegenüberliegende Hänge mit Klippen, die sicherlich ebenfalls eine Erkundung wert sind.
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Ein erstes Highlight der Tour ist die „Ziegenrückenklippe“ mit ihren kathedralenartig, steil aufragenden Felsen, bei unserem Besuch noch unterhalb der Schneegrenze.
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Der gefrorene Untergrund im idyllischen Waldstück nur wenige Meter oberhalb der „Ziegenrückenklippe“ zeigt an, dass man sich allmählich in winterliche Gefilde begibt.
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Wundervoll das Lichtspiel der Januarsonne zwischen den Stämmen am Wegesrand.
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Kleiner Kontrollblick an der nächsten Weggabelung auf unsere Karte: Uups, wir sind ja gar nicht mehr da, wo der Finger auf die Karte zeigt, sondern bereits an der ersten der beiden Schleifen weiter rechts im Bild.

Also gönnen wir uns eine keine Rast auf der Bank und erfreuen uns an der tollen Aussicht aufs „Kuhschiedental“.

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Sehr steil bergauf geht es ab hier durch den Nadelwald.
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Felsformationen säumen den Weg und geben einen Vorgeschmack auf die freudig erwarteten Klippen.
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Wo der Wald etwas lichter ist, befindet sich bereits eine dünne Schneeschicht.
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Et voilà: Das Plateau ist erreicht. Der höchste Punkt der Strecke mit 605 Metern, der Bereich der „Kästeklippen“, liegt unter einer geschlossenen Schneedecke.
Wer „einkehren“ möchte, findet hier die Gaststätte „Kästehaus“.

Erkennt jemand, welcher Berg sich in der Ferne hinter Leilah erhebt?

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Genau, Harzkenner machen mit geübtem Blick die typische Silhouette des „Brocken“ mit seinen Sendeanlagen aus.

Wir haben übrigens den Aufstieg zum „Brocken“ über den „Heinrich-Heine-Weg“ hier ausführlich beschrieben 😉

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Gleich nach Passieren der erwähnten Gastronomie erwartet den Wanderer eine weitere Küche, die zu dieser Jahreszeit allerdings logischerweise besonders kalt bleibt: die Hexenküche.
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Ein bei dieser Witterung zwar etwas beschwerlicher Abstecher vom regulären Wanderweg durch den Wald zu den „Mönch und Nonne“-Klippen lohnt sich definitiv.
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Grandios der Ausblick von dieser Felsformation hinunter ins Tal und auf umliegende Berge.

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Wieder zurück auf dem eigentlichen Wanderweg streift man bald die nächste Klippe.
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Ein Kuriosum der besonderen Art hat die Natur am Rande des weiteren Streckenverlaufes geschaffen – hier noch von mystischen Strahlen verhüllt.
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Die „Mausefalle“ als wunderbares Sinnbild dafür, dass zuweilen auch ganz Kleine die Großen, Mächtigen aufhalten können.
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Nach einigen weiteren Metern erkennt man bereits die imposante „Feigenbaumklippe“ mit geländergesicherter Kanzel.
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Die gewaltige Felsformation mit zahlreichen Steinblöcken und einem schönen Rastplatz lädt zum Verweilen, Picknicken, Herumschauen und sogar zu Kletterübungen ein.
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Zur eigentlichen „Feigenbaumkanzel“ gelangt man über schmale Holzbohlen, im Winter eine recht rutschige, waghalsige Angelegenheit.
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Hoch ragt die Kanzel über das Okertal auf. Nichts für Wanderer mit Höhenangst.
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Dieser Wanderweg trägt zu recht seinen Namen: Klippen über Klippen, soweit das Auge reicht.

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Winterliche Impressionen beim steilen Abstieg.
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Wehmütiger Blick zurück auf die „Feigenbaumklippe“.
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Kleiner Abstecher zur Granitformation „Mooswand“.
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Heikler Abstieg bei Schnee und Eis, bretthart und spiegelglatt der Untergrund. Ohne Grödel oder leichte Steigeisen ist das nicht machbar.
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Munter und malerisch plätschert das Bächlein „kleine Romker“ neben dem Weg bergab, um schließlich im künstlich angelegten Wasserfall zu münden.
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Schnee, Eis und Matsch zwingen den Wanderer in diesem Bereich mitunter ins Gestrüpp neben dem Pfad.
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Wahrlich majestätisch: Der 60 Meter hohe „Romkerhaller Wasserfall“ von unten betrachtet und in Eiseskälte zu skulpturalen Gebilden erstarrt.
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Nach Querung der Bundesstraße und der Oker befinden wir uns nun auf der anderen Seite des Okertals hinter dem Hotel/ Restaurant „Königreich Romkerhall“ und halten den skurrilen Anblick fotografisch fest.
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Als seichtes Bächlein plätschert die Oker zwischen rundlichen Felsbrocken dahin.
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Nachdem man hässliche Stau- und Industrieanlagen hinter sich gelassen hat, gibt es endlich wieder Klippen zu bestaunen.
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Der Winterwanderer wird gelegentlich auch von Wasserfällen überrascht, die auf keiner Karte eingezeichnet sind und den Weg überschwemmen 😉
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Schnee und Eis haben wir lange hinter uns gelassen. Mit seltsamen Farbtönen und Formen imponieren die „Adlerklippen“
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Man erklimmt diese Formation teils auf steinigem Pfad, teils auf gesicherten künstlichen Stegen.

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Auch hier gibt es einen Kanzelaussichtspunkt. Allerdings bietet sich ein Ausblick, auf den man gerade auch bei tristem Wetter gut verzichten kann: Bundesstraße, verschalter Industriewasserkanal und Unterholz stehen in unerfreulichem Kontrast zum schönen Teil der Wanderung.
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Unser Fazit zu den „Adlerklippen“: Ausblick ignorieren, Kraxelei genießen!
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Erst wenn man die Straße und den Wasserkanal ausblendet, kommen die an sich faszinierenden Klippen richtig zur Geltung.
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Letzter kleiner Kraftakt bevor man durch ein kleines Waldstück recht öde in den Goslarer Stadtteil Oker zurückgeführt wird.

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