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Restaurant „Die Sperre“ in Winterberg-Siedlinghausen (Hochsauerland)

Wandern im Sauerland – Essen wie Gott in Frankreich


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Geheimtipps sind ein Paradoxon: Am liebsten möchte man ja ein kleiner Egoist sein und das Objekt der Begeisterung möglichst lange vor der Öffentlichkeit verstecken. Andererseits neigt der Mensch im Allgemeinen und der Redakteur im Speziellen dazu, andere an der eigenen Begeisterung teilhaben lassen zu wollen 🙂

Wir von Per pedes gehören bekanntlich allein schon von Berufs wegen zu letztgenannter Kategorie und stellen Euch daher immer mal wieder an passender Stelle Unterkünfte oder Lokale vor, die uns absolut überzeugt haben aber überregional noch nicht ganz so bekannt sind.

Da wir kürzlich die schöne Ferienwohnung Tiggelkamp in der Nähe von Winterberg im Sauerland bewertet haben, also gleich noch ein Restaurant-Tipp aus diesem Gebiet: Genuss auf hohem Niveau zu wirklich fairen Preisen bietet – etwas abseits und unscheinbar an der Landstraße L742 zwischen Winterberg und Siedlinghausen gelegen – „Die Sperre“.

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Ferienwohnung in Winterberg-Niedersfeld (Hochsauerland)

Klein aber fein – Ferienwohnung Tiggelkamp


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Moderne, gut durchdachte Ausstattung, zentrale und doch ruhige Lage als Ausgangspunkt zur Erkundung des schönen Rothaargebirges, vielfältige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung im Winter wie im Sommer ganz in der Nähe, Komfort und Gastfreundlichkeit zum fairen Preis – so lassen sich die Vorzüge der kleinen aber feinen Ferienwohnung Tiggelkamp im Winterberger Ortsteil Niedersfeld auf den Punkt bringen.

Wir haben das gemütliche, 2014 auf geschmackvolle Weise komplett renovierte Domizil Ende Juni 2017 unter allen relevanten Gesichtspunkten gründlich unter die Lupe genommen und können auf Grundlage unserer Erfahrung (nach Begutachtung von nunmehr weit mehr als 100 Ferienwohnungen im deutschsprachigen Raum) konstatieren: Diese Ferienunterkunft ist uns eine ausdrückliche Empfehlung wert, auch wenn sie auf den ersten Blick unspektakulär daherkommt, was Größe und geografische Lage betrifft. Wander- oder Wintersportfreunde, die mit dem Auto ins Sauerland reisen, finden hier allerdings ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis und unerwartet modernen Chic.

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Premiumweg P19 (Naturpark Meißner – Kaufunger Wald)

Der „Gänsekerleweg“ P19


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Der Vergleich mit einer überdimensionalen Berg- und Talbahn in wildromantischem Gelände kommt dem sehr nahe, was den mit einer guten Kondition ausgestatteten Wanderer auf dieser Rundstrecke erwartet, deren Bezeichnung „Gänsekerleweg“ vom Kosenamen der Einwohner des Ortes Datterode abgeleitet ist, wo Start- und Endpunkt liegen.

Wir haben die Tour bei ungewöhnlich milden Temperaturen an einem sonnigen Apriltag absolviert, so dass wir nicht nur die ausgesprochen idyllische, spannend gestaltete Wegführung sondern auch prächtige Beete von Frühblühern und das Lichtspiel zwischen den Bäumen auf dieser Strecke, die überwiegend durch Wälder führt, genießen durften.

Obwohl sie nur 9,5 km umfasst, darf man die Strecke aufgrund ihrer Topografie getrost als relativ anspruchsvoll bezeichnen. Wie man auf der Schautafel auf einem unserer Fotos erkennen kann, sind in einigen kurzen Abschnitten jede Menge Höhenmeter zu bewältigen, so dass wir geneigt sind, den „Gänsekerleweg“ spaßeshalber als „vertikale“ Wanderstrecke zu bezeichnen.

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Premiumweg P1 (Naturpark Meißner – Kaufunger Wald)

„Die Königstour“


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Ein Hauch von Märchen und Romantik umweht die imposanteste Erhebung des Osthessischen Berglandes im Naturpark Meißner – Kaufunger Wald, den Hohen Meißner (neuerdings „Geonaturpark Frau Holle Land“), in dem der Sage nach jene Dame, die den Schnee aus ihren Kissen auf die Welt rieseln lässt, zu Hause ist. Mit einer Höhe von knapp 754 Metern ü. N. N. überragt das Massiv mit seinem charakteristischen über vier Kilometer langen Rücken die umliegende hügelige Landschaft als höchster Berg Nordosthessens. Seinen heutigen Namen „Hoher Meißner“ trägt der Berg übrigens erst seit einem Fest der deutschen Wandervogel-Jugendbewegung im Jahre 1913. Bis dahin hieß er schlicht Meißner, was ursprünglich wohl soviel bedeutete wie „Der Weiße“ oder „Wiesenberg“.

Auf der ca. 13 Kilometer langen Premiumstrecke (P1) wird der Wanderer zu sämtlichen Sehenswürdigkeiten des sagenumwobenen Berges geführt, so dass die Tour sich sowohl interessant als auch technisch und topografisch sowie die Vegetation betreffend außerordentlich abwechslungsreich gestaltet.
Wir haben sie im Juli, im Oktober und im Februar für Euch ausprobiert und waren jedes Mal begeistert. Unsere Fotostrecke enthält Aufnahmen aus Sommer und Herbst.

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Extratour Guckaisee (Hochrhön/ Wasserkuppe)

Um den „Berg der Flieger“

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Ein traumhaft schönes Wandererlebnis im Mittelgebirge erwartet Outdoor-Fans bei dieser Tour auf dem zertifizierten Premiumweg rund um den 950 Meter hohen „Berg der Flieger“: die Wasserkuppe. In Osthessen gelegen ist sie der höchste Berg der Rhön, imponiert aber mit weit mehr Superlativen als ihrer topografischen Exponiertheit.

Angesichts all der Freizeitmöglichkeiten wie Ski- und Rodelpisten, Kletterpark, Flugschulen, Museum, Natur-Info-Zentren, Badesee, Gastronomie etc., die den Besucher hier erwarten, ist man fast geneigt, zu vergessen, dass man diese Landschaft auch fantastisch wandernd erleben kann.

Die Rundtour, durch die man von einem roten „G“ auf weißem Grund geführt wird, kann am Besucherzentrum auf der Wasserkuppe, am Guckaisee oder im Ort Obernhausen gestartet werden.

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Wittgensteiner Schieferpfad (Rothaargebirge)

„Mehr Schein als Sein“ – Wittgenstein

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„Mehr Schein als Sein“ – besser als mit dieser Redewendung kann man den Charakter dieser Wanderstrecke wohl nicht umschreiben. Damit wird auch bereits im allerersten Satz klar, dass dieser Tourbericht keine Lobeshymne wird. Dass wir die Strecke trotz der im Folgenden ausgeführten eklatanten Mängel für würdig erachten, hier vorgestellt und (zumindest in Teilen) gegangen zu werden, ist der Tatsache geschuldet, dass sie durchaus reizvolle Abschnitte besitzt.

Selbstverständlich ist das Urteil, das man letztendlich über einen Gegenstand, einen Sachverhalt oder eben auch eine Wanderroute fällt, nicht unerheblich von Erwartungshaltung und Vergleichsobjekten abhängig. Und selbstverständlich ist uns klar, dass jede Strecke und jede Landschaft bei trübem, kühlem Wetter rein gefühlsmäßig an Flair verliert. Deshalb vorweg: Unsere Erwartung an eine gut angelegte, spannende Strecke beinhaltet einige echte optische Highlights, möglichst große Vielfalt im Hinblick auf Topografie und Vegetation, ein wenig Abenteuerfeeling, das wohltuende Fehlen störender, stressender, zivilisationsbedingter Faktoren wie etwa Industrielärm oder Betonbauwerke und gern auch ein wenig motorischen Anspruch. Außerdem sind wir davon überzeugt, dass eine wirklich schöne Strecke auch ohne Sonnenschein noch das Zeug hat, dem Outdoor-Fan den einen oder anderen erfreuten Ausruf zu entlocken.

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Wanderung entlang der Klippen des Okertals (Harz)

Klippentraum Okertal

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Winterliche Schneepracht zaubert nicht nur den Skifahrern unter den Outdoor-Fans sondern auch vielen Wanderfreunden ein Strahlen aufs Gesicht. Hier eine Tourempfehlung von uns für all jene, die sowohl auf weiße Winterlandschaft als auch auf Felsen stehen: eine elf Kilometer lange Klippen-Tour der Extraklasse!

In den Harz möchten wir Euch diesmal entführen und zwar ins zauberhafte Tal der Oker bzw. auf die Felsen darüber. Warum unsere Beurteilung für diese Strecke extrem ambivalent ausfiel und welche Optimierungsvorschläge wir für Euch haben, dazu mehr in der Detail-Bewertung und der Fotostrecke.

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Der Bilstein im Kaufunger Wald (P14)

Premiumweg P14

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Anhand des Premiumweges 14 im Naturpark Meißner – Kaufunger Wald östlich von Kassel möchten wir im Folgenden darlegen, wie eine an und für sich relativ kurze und technisch wie auch konditionell unspektakuläre Strecke bei Schnee und Eis selbst im Mittelgebirge und für routinierte Wanderer zu einer kleinen Herausforderung werden kann.

Bereits bei der Anfahrt schwante uns beim Blick auf die Anhöhen des Kaufunger Waldes, dass wir womöglich den wichtigsten Ausrüstungsgegenstand der Tour zu Hause gelassen hatten: die Grödel. Schließlich erhebt sich der Bilstein mit einer Höhe von „nur“ 641 Metern ü.N.N. übers ebenfalls hügelige Umland.

Während Schnee und Nässe an diesem Januartag in allen tieferen Lagen trockener Kälte gewichen waren, erkannten wir schon von Weitem, was uns auf der anvisierten Kuppe erwarten würde. Und tatsächlich überfuhren wir beim Ansteuern des schon recht weit oben gelegenen Wanderparkplatzes Bilstein nördlich von Großalmerode sehr bald die Schneegrenze, um uns plötzlich in einer Bilderbuch-Winterlandschaft wiederzufinden. Wie kniffelig es dann teilweise wurde und warum, dazu mehr in der Fotostrecke weiter unten.

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Steile Karriere: P4 nominiert als beste Wandertour

Ta-ta-ta-taaaaa: It is nominated!

Der von uns so heiß geliebte und auch in unserer Rubrik Touren ausführlich beschriebene Premiumweg 4 im Naturpark Meissner-Kaufunger Wald wurde jetzt von der Zeitschrift „Wandermagazin“ mit bei der Wahl zur schönsten deutschen Tour aufgestellt.

Man kann zwischen 17. Januar und 30. Juni abstimmen. Also, unsere Stimme kriegt er, und uns würde nicht wundern, wenn er tatsächlich auf einem der ersten Plätze landen würde!

Hier der Link zum Bericht der „Hessische/Niedersächsische Allgemeine“.

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Der Brocken – Auf den Spuren Heinrich Heines (Harz)

„Heinrich-Heine-Wanderweg“

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„Unendlich selig ist das Gefühl, wenn die Erscheinungswelt mit unserer Gemütswelt zusammenrinnt, und grüne Bäume, Gedanken, Vögelgesang, Wehmut, Himmelsbläue, Erinnerung und Kräuterduft sich in süßen Arabesken verschlingen. Die Frauen kennen am besten dieses Gefühl, und darum mag auch ein so holdselig ungläubiges Lächeln um ihre Lippen schweben, wenn wir mit Schulstolz unsere logischen Thaten rühmen, wie wir alles so hübsch eingeteilt in objektiv und subjektiv, wie wir unsere Köpfe apothekenartig mit tausend Schubladen versehen, wo in der einen Vernunft, in der andern Verstand, in der dritten Witz, in der vierten schlechter Witz, und in der fünften gar nichts, nämlich die Idee, enthalten ist.“, notierte Heinrich Heine in der ihm eigenen frechen, (selbst)ironischen Art in „Die Harzreise“, nachdem er im September 1824 die Gegend durchwandert hatte.

Wir waren seinen Spuren von Göttingen aus bereits vor einiger Zeit nach Goslar gefolgt. Den „Brocken“ hatten wir damals allerdings nur von unten bewundert, uns aber fest vorgenommen, den Aufstieg auf den sagenumwobenen, höchsten Berg des Harzes und ganz Niedersachsens nachzuholen. Dafür wählten wir dann natürlich auch den nach dem Dichter benannten „Heinrich-Heine-Weg“, der als schönster Brockenaufstieg gilt. Heine nutzte diese wildromantische Strecke, die teilweise am Flüsschen „Ilse“ entlangführt, seinerzeit als Abstiegsroute.

Wir hatten uns eine besonders anspruchsvolle, interessante Variation des offiziell vorgeschlagenen Wanderweges ausgetüftelt, die insgesamt 26 km lang war. Warum wir den Berg der „Hexen und Geister“ mit gemischten Gefühlen verließen und was uns im Hinblick auf die sportlichen und optischen Freuden zum Punktabzug bewog, erfahrt Ihr in der detaillierten Fotostrecke.

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